Nein, Unternehmer sind nicht unbedingt für ihre Solidarität mit den Kollegen bekannt. Müssen sie auch nicht, weil ja bekanntlich der Bessere der Feind des Guten ist. Auf dieser Grundlage entwickeln sich Volkswirtschaften weiter; und je ungestörter sich das Spiel der Kräfte entfalten kann, umso besser für das Ganze – Liberalismus halt.

Es gibt nur Entwicklungen, die das freie Spiel zerstören. Das ist dann der Fall, wenn sich Teilnehmer des Wettbewerbs über die Grenzen des common sense hinwegsetzen und so viel Macht entfalten, dass sie Sanktionen nicht mehr fürchten brauchen. Das haben wir in den letzten Jahren im Finanzsektor erlebt, und die Gründung unseres Vereins war ja eine Reaktion auf die damit verbundenen Verwerfungen. Sie alle haben gespürt, dass es wichtig ist, der Bedrohung von außen eine eigene Initiative entgegen zu setzen. In der Gründungsversammlung stand daher der Begriff der Solidarität im Mittelpunkt, und mit Ihren Mitgliedsbeiträgen haben sich SFP Mitglieder die Möglichkeit geschaffen, über deren Umsetzung nachzudenken.

Wir beginnen nun, den Gedanken der Solidarität in die Praxis umzusetzen, indem wir SFP Mitgliedern, Ressourcen in die Hand geben, Angriffe von außen abzuwehren. Wir möchten damit anfangen, indem wir Finanzierungstools entwickeln, die allen zugute kommen sollen – jenen, die Hilfe brauchen und jenen, die die Hilfe bieten. Will sagen: Hilfe ist nicht umsonst; sie wird aber auch nicht unbezahlbar sein. Und vor allem: wir werten nicht, weil wir wissen, dass eine Schieflage nichts mit Unfähigkeit zu tun hat und auch nicht bestraft werden muss. Wir möchten nur helfen, die Chance, die in der Krise steckt, zu heben. Wir fangen an mit drei Finanzierungsmodellen, die sich einander ergänzen sollen.                    – Bei dem ersten Modell handelt es sich um einen Fonds, den wir jetzt noch „Chance AG“ nennen;                                                                                                – bei dem zweiten Modell handelt es sich um ein genossenschaftliches Angebot u.- bei dem dritten Modell handelt es sich um die Vermittlung von Mikrokrediten. Alle drei werden wir zunächst bei der Mitgliederversammlung am 31. März vor- und zur Diskussion stellen; einige rechtlichen Fragen sind noch zu klären.         Wir möchten SFP Mitgliedern aber auch die Möglichkeit geben, sich im Kontext, in dem unternehmerisches Wirken stattfindet, zu orientieren. Daher haben wir das Angebot der Homepage grundlegend umgebaut. Dort werden wir die Mitglieder und ihre Kompetenzen vorstellen; wir reflektieren wesentliche betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Entwicklungen und werden Abstecher in die kreativen Bereiche unseres Gemeinwesens wagen.

Schließlich, und mit dieser Arbeit beginnen wir gerade, möchten wir den Zugriff auf die geballte Kompetenz, die sich im Verein befindet, erleichtern. Viele unserer Mitglieder sind Berater; andere können aus eigenen Erfahrungen helfen, aktuelle Probleme zu lösen.

Für die Bewältigung dieser Herausforderung ist Ihre Hilfe besonders nötig. Werden Sie Mitglied und lassen Sie uns darüber diskutieren, wie wir das im nächsten Jahr hinkriegen.

 

 

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